Was mir der Wassersport über deinen Wettbewerb beigebracht hat.
Ich kitesurfe seit 2012. Irgendwann kam ich an eine Grenze. Die Sprünge wurden höher, die Tricks sauberer, und trotzdem kam ich immer langsamer voran.
Also bin ich aufs Wingfoilen umgestiegen, als der Sport noch ganz neu war. Wieder Anfänger. Stürzen, fluchen, gedemütigt von halb so alten Fahrern. Was die Profis damals konnten, schien zum Greifen nah.
Und heute? 14-Jährige auf der World Tour drehen Triple-Rotationen, als wäre es nichts. Die Messlatte ist schneller nach oben gewandert, als ich es für möglich gehalten hätte.
Unternehmertum funktioniert genauso.
Vergiss den Wettbewerber, den du seit Jahren beobachtest. Sorgen machen sollte dir der Student, der im Wohnheim ein KI-Unternehmen in deiner Branche hochzieht. Kein Ballast aus 40 Jahren Excel. Er startet auf der grünen Wiese mit Claude Code, Codex, Lovable und OpenClaw, während viele Konzerne noch am ChatGPT-Rollout scheitern.
Wenn deine Branche mitten im Umbruch steckt, mach dich auf Staunen und blaue Flecken gefasst. Ich kenne beides. Das Schwerste daran ist, wieder Anfänger zu sein. Lange genug, um gut zu werden.
Nie ein Plateau. Weiterlernen. Die nächste Welle kommt immer, auf dem Wasser und im Geschäft. Und keine davon habe ich allein geritten: Die richtigen Leute neben mir zur richtigen Zeit haben mir Monate an Versuch und Irrtum erspart.
Die richtigen Leute zur richtigen Zeit ändern alles.

